Solidarität mit protestierenden Flüchtlingen in Berlin

Das Refugee Camp in Berlin im Oktober 2012 Foto: Michaela Mügge, CC-NC-ND 2.0

Update: Die Mahnwache wird jeden Abend um 19 Uhr stattfinden, so lange das Camp in Berlin besteht. Neuer Treffpunkt ab dem 2. November ist am Königstor (neben dem Zugang zur Unterführung im Bahnhof).
2. Update: Keine Mahnwache am 5. November.

Mahnwache vor dem Hauptbahnhof am 30. Oktober um 19 Uhr.

Im März begannen Flüchtlinge in Würzburg mit dem Protest gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen und das miserable Asylrecht in Deutschland. Sie kampierten monatelang unter freiem Himmel in der Würzburger Innenstadt. In vielen anderen Städten, darunter Bamberg, Nürnberg und Regensburg, gab es bald darauf ebensolche Protestcamps von Flüchtlingen.

Die Würzburger Flüchtlinge, begleitet von anderen Asylbewerbern und Unterstützern, haben sich im September zu Fuß auf den Weg nach  Berlin gemacht und kamen nach 28 Tagen und 600 Kilometern dort an.

#refugeecamp Berlin Oktober 2012

Das Refugee Camp in Berlin im Oktober 2012
Foto: Michaela Mügge, CC-NC-ND 2.0

Seit  dem 24. Oktober sind die Flüchtlinge im Hungerstreik und haben vor dem  Brandenburger Tor ein Camp, das #refugeecamp, aufgeschlagen. Seit einer  Woche harren sie bei eisigen Temperaturen aus. Erheblich verschlimmert  wurde ihre Situation durch absurde Auflagen seitens der Behörden, so sind z.B. weder Sitzgelegenheiten wie Stühle oder Decken erlaubt.
Trotz Nachttemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes wurden den Protestierenden am Sonntag gegen 3 Uhr nachts durch die Polizei alle Zelte, Isomatten,  Wärmflaschen und Decken abgenommen. Am Dienstag gab es außerdem einen ersten Räumungsversuch seitens der Polizei. Dieser konnte u.a. durch viele Unterstützer vor Ort verhindert werden.

Was derzeit in Berlin geschieht ist unmenschlich: Auf Kosten der Gesundheit der protestierenden Flüchtlinge werden restriktive Auflagen gegen friedliche Menschen durchgesetzt, vorgeblich um das Versammlungsrecht zu schützen.

Am Montag gab es in München und Frankfurt/Main Solidaritäts-Mahnwachen für das #refugeecamp. Heute wird es diese in weiteren Städten geben, so auch in Nürnberg.

Gemeinsam Solidarität zeigen mit den Protestierenden in Berlin! Asyl ist ein Menschenrecht, die Menschenwürde nicht verhandelbar.

Die Forderungen der Flüchtlinge sind:

  • Stopp aller Abschiebungen
  • Anerkennung aller Asylbewerber_innen als politische Flüchtlinge
  • Aufhebung der Residenzpflicht
  • Die Schließung aller Isolationslager

Treffpunkt: jeden Tag 19 Uhr, so lange das Camp in Berlin besteht, Hauptbahnhof, ab 2. November am Königstor.
Parteiinsignien, egal welcher Art, bitte zu Hause lassen. Das ist eine Soliaktion, keine Parteiveranstaltung.

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